Herausgebertätigkeit

Zeitschriften

Reihen

Einzelbände


Zeitschriften

KLIO – Beiträge zur Alten Geschichte

KLIO ist die älteste Fachzeitschrift für Alte Geschichte im deutschsprachigen Raum.
Um 1900 gegründet, wurde sie nach dem zweiten Weltkrieg in der DDR fortgeführt, bis nach der Wende die Herausgeberschaft auf Manfred Clauss, Klaus Wachtel und Hans-Joachim Gehrke überging. Der erste von ihnen redigierte Band erschien 1992.
Herausgeber: Manfred Clauss, Peter Funke und Hans-Joachim Gehrke

Ihre Hauptthemen sind vor allem Probleme der Geschichte Griechenlands und Roms, aber auch die Beziehungen zum Alten Orient, sowie Ergebnisse spezieller Forschungsgebiete wie Epigraphik, Papyrologie, Archäologie und Numismatik. Die Beiträge bieten neue Quellenmaterialien und neue Interpretationen traditioneller Quellen. Neben Problemen der politischen Geschichte werden Themen aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft behandelt. Karten, Photographien und Zeichnungen vervollständigen die Beiträge.
Kurzgefasste Rezensionen und eine Liste bei der Redaktion eingegangener Bücher erlauben einen Überblick über die neuesten Fachpublikationen.
Publikationssprachen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch

KLIO Verlag de Gruyter, Berlin, erscheint jährlich in einem Band mit zwei Heften

Gnomon – Kritische Zeitschrift für die gesamte klassische Altertumswissenschaft

Die Verantwortung für die Alte Geschichte im Gnomon hat Hans-Joachim Gehrke von seinem Vorgänger in Freiburg, Walter Schmitthenner, 1996 übernommen.
Dem Herausgebergremium gehören außerdem an:  Martin Bentz, Ruth Bielfeldt, Peter Eich, Christoph Horn, Martin Hose, Josef Maran, Ernst Vogt, Katharina Volk und Paul Zanker
Der Gnomon ist die altertumswissenschaftliche Zeitschrift, die ausschließlich Rezensionen und Buchbesprechungen längerer und kürzerer Art veröffentlicht.

Gnomon Verlag C. H. Beck, München, erscheint vierteljährlich zweimal


Reihen

Quellen und Forschungen zur Antiken Welt

Quellen und Forschungen zur Antiken Welt ist eine „Reihe“ in der möglichst rasch Beiträge aus dem Bereich aktueller altertumswissenschaftlicher Forschung präsentiert werden. Dabei geht es nicht allein um Hochschulschriften im engeren Sinne, sondern auch um andere Monographien und Sammelwerke, darüber hinaus um Arbeiten, in denen Quellenmaterialien vorgelegt und/oder kommentiert werden.

Herausgeber: Peter Funke, Gustav Adolf Lehmann, Carola Reinsberg, Hans-Joachim Gehrke
Quellen und Forschungen zur Antiken Welt, Herbert Utz Verlag – tuduv, München, erscheint unregelmäßig

Hypomnemata – Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben

Hypomnemata ist eine „Reihe“ in denen in unregelmäßiger Folge altertumswissenschaftliche Publikationen, wie zum Beispiel Habilitationsschriften und Dissertationen, die den Herausgebern wichtig erscheinen, veröffentlicht werden.

Herausgeber: Friedemann Buddensiek, Sabine Föllinger, Dorothea Frede, Hans-Joachim Gehrke, Karla Pollmann, Christiane Reitz, Christoph Riedweg, Tanja Scheer, Gisela Striker, James Wilberding
Hypomnemata Vandenhoeck & Rupprecht, Göttingen, erscheint unregelmäßig

Handbuch der Altertumswissenschaft

Das Handbuch der Altertumswissenschaft ist seit über hundert Jahren eines der wichtigsten Referenzwerke deutscher Sprache in den klassischen Altertumswissenschaften, und zwar in ihrer gesamten Breite, einschließlich der sogenannten Hilfswissenschaften. Die einzelnen Bände sollen in möglichst umfassender Weise den Kenntnis- und Forschungsstand repräsentieren.

Herausgeber: Bernhard Zimmermann und Hans-Joachim Gehrke
Handbuch der Altertumswissenschaft C. H. Beck-Verlag, München, erscheint unregelmäßig

 

Berichte über die Ausgrabungen in Olympia

Publikationen des Deutschen Archäologischen Instituts

Herausgeber: Deutsches Archäologisches Institut, Zentrale Berlin
Walter de Gruyter, Berlin, erscheint unregelmäßig

Olympische Forschungen

Publikationen des Deutschen Archäologischen Instituts

Herausgeber: Deutsches Archäologisches Institut, Zentrale Berlin
Walter de Gruyter, Berlin, erscheint unregelmäßig

Einzelbände

Rechtskodifizierung und soziale Normen im interkulturellen Vergleich

Zusammenstellung der Vorträge eines Symposiums in Freiburg im Rahmen des SFB 321 – Übergänge und Spannungsfelder zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Die Untersuchung der archaischen griechischen Gesetzgebung, die Gehrke mit seinem Team innerhalb des SFB vornahm, wurde konfrontiert mit Ergebnissen von Forschungen aus anderen griechischen Regionen, sowie aus anderen Kulturkreisen (bes. Naher Orient und Ägypten).
Reihe „Script Oralia“, Band 66, Gunter Narr Verlag, Tübingen, 1994

Kommentar: „Bände wie dieser sind…unverzichtbare Stationen auf dem weiten Weg zu einer Rechtsgeschichte des antiken Mittelmeerraumes.“ Eckart Otto, Zeitschrift für Altorientalische und Biblische Rechtsgeschichte, 2, 1996

Vergangenheit und Lebenswelt. Soziale Kommunikation, Traditionsbildung und historisches Bewusstsein, gemeinsam mit Astrid Möller

Ergebnisse eines Symposiums in Freiburg im Rahmen des SFB 321 – Übergänge und Spannungsfelder zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, in dem die Arbeiten der Freiburger Gruppe mit Ergebnissen anderer Forschern verglichen wurden.

aus dem Vorwort: „Unsere Fragestellung richtet sich auf den Zusammenhang zwischen Schriftgebrauch und Prozessen der Verschriftung einerseits und der Formierung und Integration sozio-politischer Einheiten andererseits.“
Reihe „Script Oralia“, Band 90, Gunter Narr Verlag, Tübingen, 1996

Kommentar: „This collection will be useful to specialists and accessible to generalists. Both will find it interesting. I recommend it warmely.“ Charles W. Hedrick Jr., The Classical Review, 2000

Retrospektive. Konzepte von Vergangenheit in der griechisch-römischen Antike, gemeinsam mit Martin Flashar und Ernst Heinrich

aus dem Vorwort: „Ein wichtiges Arbeitsfeld des Freiburger Graduiertenkollegs „Vergangenheitsbezug antiker Gegenwarten“ war die Frage nach der Herausbildung eines spezifischen Verständnisses von Vergangenheit, also das, was wir ein Geschichtsbewusstsein nennen. Deshalb wurden die spezifischen Vorstellungen von Vergangenheit in der griechischen und römischen Welt Gegenstand von zwei Wochenendseminaren. Diese waren für die konzeptionelle Anlage und die konkrete Arbeit des Graduiertenkollegs besonders charakteristisch. Wir haben uns deshalb entschlossen, das Gros der Vorträge zu publizieren.“
Biering und Brinkmann Verlag, München, 1996

Alfred Heuß. Ansichten seines Lebenswerkes. Beiträge des Symposions „Alte Geschichte und Universalgeschichte. Wissenschaftsgeschichtliche Aspekte und historisch-kritische Anmerkungen zum Lebenswerk von Alfred Heuß“

Ergebnisse eines Symposiums in Freiburg im Rahmen des SFB 321 – Übergänge und Spannungsfelder zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, in dem die Arbeiten der Freiburger Gruppe mit Ergebnissen anderer Forschern verglichen wurden.

aus dem Vorwort: „Alfred Heuß ist am 7. Februar 1995 verstorben. Das Symposion, das zu seinem Gedenken am 16. und 17. Mai 1996 in Göttingen statt fand, hatte deshalb einen doppelten Charakter. Einerseits war die Nähe seiner großen Persönlichkeit noch sehr deutlich zu spüren…Zugleich ging es aber, andererseits, um eine erste, auch weiterführende Bilanz des Lebenswerkes.“
Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 1998

Kommentar: „Das in solcher Perspektive realisierte Nachdenken über einen großen Historiker und die verschiedensten Facetten seines Werkes (wird) zu einem äußerst anregenden und förderlichen Nachdenken über Geschichte und Geschichtswissenschaft.“ Ernst-Richard Schwinge, Das Historisch-Politische Buch, 2, 1999

Grenzgänger zwischen Kulturen, gemeinsam mit Monika Fludernik

aus dem Vorwort: „Der vorliegende Band macht die Beiträge eines Kolloquiums zum Thema „Grenzgänger“ einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Die Tagung fand im Februar 1998 als erste Jahrestagung des neuen Freiburger Sonderforschungsbereiches statt.
Der SFB 541 – „Identitäten und Alteritäten. Die Funktion Alterität für die Konstitution und Konstruktion von Identität“ untersucht kollektive Identitäten, indem er danach fragt, wodurch unterschiedliche soziale Gruppen, Institutionen und Verbände zusammengehalten werden. In diesem Rahmen schien zunächst die Frage der Grenzziehung besonders wichtig zu sein, sagen doch Form und Wahrnehmung von Grenzen sehr viel über das Verständnis von Eigenem und Anderem aus. Von daher geriet die soziokulturelle Figur des Grenzgängers mit ihrem jeweils spezifischen Milieu aus der Sicht der verschiedenen Fächer bzw. der unterschiedlichen Teilprojekte ins Blickfeld.“
Reihe „Identitäten und Alteritäten“, Ergon Verlag, Würzburg, 1, 1999

Kommentar: „In Zusammenhang mit der bereits genannten unmittelbaren gesellschaftlichen Relevanz des Themas in Hinblick auf die globale Migrationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts machen diese Vorträge die knapp 500 Seiten zu einer sehr anregenden und wichtigen Lektüre und zu einem Vorbild für zukünftige, interdisziplinäre und gesellschaftlich engagierte geisteswissenschaftliche Projekte.“ Bruno Zerweck, Arbeiten aus Anglistik und Amerikanistik, Band 27, 2002

Geschichtsbilder und Gründungsmythen

aus dem Vorwort: „Während der dritten Jahrestagung des SFB 541 (14. – 16.2.2000) standen „Geschichtsbilder und Gründungsmythen“ auf dem Programm. (…)
So ergaben sich Inhalte und Strukturen des Programms, die auch in der Gliederung dieses Bandes zum Ausdruck kommen. Die beiden ersten Teile stecken – auf exemplarischer Grundlage – den allgemeinen Rahmen ab: unterschiedliche Typen von Gründungsmythen („Vormoderne und moderne Gründungsmythen“) sowie die Funktion von und der Umgang mit Alterität und Fremdheit („Alterität und Geschichtsbild“). Diesen schließen sich – gleichsam chiastisch – zwei Teilean die speziell auf die USA („Innere Alterität in den USA“) und das neue Europa („Gründungsmythen und Geschichtsbilder des jüngeren Europa“) orientiert sind, also zum Teil durchaus aktuelle Prozesse der Nationenbildung ins Zentrum rücken, auch solche, in denen konkurrierende Geschichtsbilder begegnen.“
Reihe „Identitäten und Alteritäten“, Ergon Verlag, Würzburg, 7, 2001

Normen, Ausgrenzungen, Hybridisierungen und „Acts of Identity“ (Identitäten und Alteritäten 18), gemeinsam mit Monika Fludernik

aus dem Vorwort: „Ob Literaturwissenschaft, Historie oder Soziologie, die Fragestellungen, Konzepte und Themen der einzelnen Beiträge ergänzen sich zu einem Spektrum komplementärer Perspektiven, die alle die Dialektik von Identität und Alterität ins Auge fassen. Dabei wird besonders den Formen der Ausgrenzung, ob innen- oder außenpolitisch, ob sozial oder politisch, und den Hybridisierungen, Überwindungen und Funktionalisierungen solcher Alterisierung ein Augenmerk geschenkt.“
Ergon-Verlag, Würzburg, 2004

Jacob Burckhardt und die Griechen. Vorträge einer Internationalen Fachkonferenz in Freiburg im Breisgau, 1.-5. September 2004, gemeinsam mit Leonhard Burckhardt

aus der Einleitung: „Die Aufsätze sind Ausfluß einer Tagung zur Thematik, die im September 2004 an der Universität Freiburg durchgeführt wurde. Die Griechische Kulturgeschichte soll zunächst vor dem Horizont ihrer Entstehungszeit verortet werden, dann werden einzelne Gegenstände, Leitmotive und Auffassungen, die Burckhardt wichtig waren, näher betrachtet, und schließlich soll Burckhardts kulturgeschichtlicher Ansatz von aktuellen altertumswissenschaftlichen Perspektiven her durchleuchtet werden.“
Schwabe Verlag und C. H. Beck Verlag, Basel und München, 2006

Geschichte der Antike. Quellenband gemeinsam mit Helmuth Schneider

aus dem Vorwort: „Die Herausgeber des Bandes sowie die Bearbeiterin und die Bearbeiter der einzelnen Abschnitte sind sich bewusst, dass in einer Sammlung von Quellen zur Geschichte der Antike in einem Band zwangsläufig auf viele bedeutende Texte verzichtet werden musste. Es wäre leicht möglich gewesen, für jede Epoche der griechischen und römischen Geschichte einen einzelnen Quellenband zusammenzustellen. Aus diesem Grund soll die Auswahl der Texte hier kurz begründet werden: Es kam nicht darauf an, die politischen Ereignisse der griechischen und römischen Geschichte fortlaufend durch Quellen zu belegen, vielmehr wird für einzelne ausgewählte Ereignisse und Entwicklungen relevantes Quellenmaterial geboten. Der Band soll dabei über eine Zusammenstellung von Texten der antiken Geschichtsschreibung hinaus einen Einblick in die Vielfalt der überlieferten Texte und der verschiedenen Quellengattungen gewähren.
Bei der Auswahl der Quellen wurde großer Wert darauf gelegt, zeitgenössische Texte in die Sammlung aufzunehmen, darunter etwa Reden, Briefe und Dokumente wie Gesetze, Verträge und Rechtstexte. Ferner wurde der Fachliteratur, der Dichtung und der christlichen Literatur der Spätantike weiter Raum gewährt. Ein wichtiger Akzent lag auf der politischen Philosophie, auf der zeitgenössischen Reflexion politischer und sozialer Verhältnisse in Griechenland und Rom. Inschriften und Papyri sind für einzelne Epochen der Antike (vor allem für das klassische Griechenland, den Hellenismus und die römische Kaiserzeit) von besonderer Bedeutung; in den entsprechenden Abschnitten finden sich daher eine größere Zahl epigraphischer und papyrologischer Zeugnisse.
Der Band präsentiert in exemplarischer Form vor allem solche Quellen, die für eine Einführung in die Methodik der Quelleninterpretation, für die Analyse exemplarischer Texte besonders geeignet sind und zugleich einen Überblick über die verschiedenen Quellengattungen der Antike vermitteln. Allerdings soll der Band nicht allein Material für einzelne Aufgaben der Textinterpretation enthalten, sondern auch durch die Aufnahme von Zeugnissen zu wichtigen historischen Entwicklungen in der Antike sowie von Zeugnissen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, zur Kulturgeschichte und zur Religionsgeschichte zum Verständnis der griechischen und römischen Geschichte und Kultur beitragen. “
Verlag J.B. Metzler, Stuttgart und Weimar, 2007; 2., erweiterte Auflage 2013

Improvisation. Kultur- und lebenswissenschaftliche Perspektiven (Rombach Scanae) gemeinsam mit M. Gröne, F.-R. Hausmann, St. Pfänder, B. Zimmermann

Im Gegensatz zu ›Innovation‹, ›Kreativität‹ und ›Spiel‹, Konzepten, die sich in der Forschungsdiskussion einzelner Fachbereiche (Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Kulturwissenschaften) als Leitbegriffe haben etablieren können, ist das Phänomen des menschlichen Improvisationsvermögens bislang nur selten zum Gegenstand der wissenschaftlichen Betrachtung erhoben worden. Doch bildet Improvisieren eine nicht zu vernachlässigende Realität menschlichen Handelns. Die sich aus dieser Feststellung eröffnende Weite des Forschungsfelds forderte zu einer interdisziplinären Diskussion heraus, die auf einer vom 25. bis 27. Januar 2007 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br. veranstalteten Tagung aufgenommen wurde.
Rombach Verlag, Freiburg, 2009

Odysseus. Irrfahrten durch die Jahrhunderte gemeinsam mit M. Kirschkowski

Odysseus, der Held der homerischen Odyssee, gehört zu den bedeutendsten Gestalten des griechischen Mythos. Als Abenteurer, der auf seiner langen Irrfahrt in die Heimat allerhand erdulden muss, zeigt er eine Vielgewandtheit, die sein wahres Wesen kaum greifbar werden lässt. Der sprichwörtliche Listenreichtum des Mannes aus Ithaka dient hier dem Wohl seiner Gefährten, dort jedoch brutaler Machtpolitik. Sein schillernder Charakter, sein Wissensdrang und sein Heimkehrerschicksal faszinierten von der Antike bis in die Gegenwart Künstler wie Wissenschaftler gleichermaßen. Nie war er nur die Person Odysseus, sondern immer auch mythisches Sinnbild menschlicher Denk- und Handlungsmöglichkeiten in den unterschiedlichen Deutungsmustern seiner Interpreten.
Rombach Verlag, Freiburg, 2009

Rom und der Osten im 1. Jahrhundert v. Chr. (Akkulturation oder Kampf der Kulturen) – Roma e l’oriente nel 1o secolo a. C. (Acculturazione o scontro culturale) gemeinsam mit A. Mastrocinque

Indem Kaiser Augustus das alte System in seine neue Ordnung integrierte, nicht nur in politischer, sondern auch in sozialer und kultureller Hinsicht, wurden auch die großen Transformationen des 1. Jahrhunderts v. Chr. Bestandteil dieser umfassenden Ordnung. Sie alle fanden Platz in dem umgestalteten Imperium, ja dieses bot einen geradezu idealen Rahmen dafür, dass sich die neuen Elemente und Formen stabilisierten und weiter entwickelten, wie in einigen der hier versammelten Beiträge deutlich wird. So wurde das Reich ein wahrhaft griechisch-römisches Imperium. Aber dieses war nicht auf die klassischen Kulturen beschränkt. Als Erbe und Fortsetzer der hellenistischen Welt und ihrer Reiche bewahrte es auch die politischen, sozialen, kulturellen und religiösen Phänomene aus den vielgestaltigen und schon vielfältig mit der griechischen Zivilisation verschränkten und diese beeinflussenden Milieus des Orients und Ägyptens. So trug es wesentlich dazu bei, dass diese weiter getragen wurden, bis tief nach Europa hinein.
Edizioni Lionello Giordano, Cosenza, 2009

Intentional History. Spinning Time in Ancient Greece gemeinsam mit L. Foxhall, N. Luraghi

The contributions assembled in this volume study the social function and functioning of notions and ideas about the past held by groups and individuals, with a special focus on ancient Greece but including comparative contributions on early China and on the function of the classical past in modern European culture. Special attention is devoted to the past as a foundation for collective identities and to the ways in which the goals and needs of specific groups impacted its representation and transmission. Contributions range in time from the archaic age to the Roman Empire, covering aspects such as the representation of the past in visual arts, the function of myth and its representation in literary and visual genres, the relationship of historiography to social memory, and the way that the past features in Greek religion. Monuments, literary texts, inscriptions are investigated in order to reconstruct the rich texture of Greek social memory and its development over time.
Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 2010

Geschichte, Archäologie und Öffentlichkeit: Für einen neuen Dialog zwischen Wissenschaft und Medien. Standpunkte aus Forschung und Praxis gemeinsam mit M. Sénécheau

Ob es um den Neandertaler, den Kampf um Troja oder Indiana Jones geht: Wissenswertes und Spannendes aus Archäologie und Geschichte ist ein Publikumsmagnet. Für eine breite Öffentlichkeit aufbereitet, sollen Berichte über die Vergangenheit und deren Erforschung sowohl unterhalten und informieren als auch marktwirtschaftliche Erfolge erzielen.
In diesem Band beschäftigen sich Wissenschaftler/-innen und Medienschaffende mit Formen, Wesen und Wandel der Darstellungen von Archäologie und Geschichte in den Medien. Sie fragen nach den Ursprüngen und Funktionen beliebter Klischees und zeigen Chancen und Probleme der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Medien auf.
transcript, Bielefeld, 2010


Mythos Olympia – Kult und Spiele 
gemeinsam mit W.D. Heilmeyer, N. Kaltsas, G.E. Hatzi, S. Bocher

Im antiken Olympia liegt der Ursprung der Olympischen Spiele, hier befand sich das Heiligtum und der Austragungsort der sportlichen Wettkämpfe. Dem Göttervater Zeus geweiht, war der Ort über Jahrhunderte von größter Bedeutung. Alle Facetten Olympias werden hier beleuchtet: das Heiligtum mit seinen berühmten Bauten und Kunstwerken – die dortige Zeusstatue zählte zu den Sieben Weltwundern –, der Götterkult sowie die sportlichen Wettkämpfe, die alle vier Jahre stattfanden, ebenso die Wiederentdeckung des Heiligtums im 19. Jahrhundert und die Geschichte der archäologischen Ausgrabungen bis heute. Rund 50 Textbeiträge namhafter Autoren präsentieren neueste Forschungsergebnisse und Ausgrabungsfunde der antiken Kultstätte. Mehr als 800 Objekte werden in Text und Bild vorgestellt, darunter zahlreiche hochkarätige Kunstwerke aus international bedeutenden Antikensammlungen. Dieser reich bebilderte Band bietet einen einmaligen Überblick über Olympia sowie die Spiele der Antike und ist zugleich ein wissenschaftliches Referenzwerk, in dem die Ergebnisse neuerer Forschungen zugänglich gemacht werden.
Prestel Verlag, Berlin, 2012

 

Brill’s Companion to Ancient Geography. The Inhabited World in Greek and Roman Tradition gemeinsam mit S. Bianchetti und M. Cataudella

Brill’s Companion to Ancient Geography edited by S. Bianchetti, M. R. Cataudella, H. J. Gehrke is the first collection of studies on historical geography of the ancient world that focuses on a selection of topics considered crucial for understanding the development of geographical thought. In this work, scholars, all of whom are specialists in a variety of fields, examine the interaction of humans with their environment and try to reconstruct the representations of the inhabited world in the works of ancient historians, scientists, and cartographers. Topics include: Eudoxus, Dicaearchus, Eratosthenes, Hipparchus, Agatharchides, Agrippa, Strabo, Pliny and Solinus, Ptolemy, and the Peutinger Map. Other issues are also discussed such as onomastics, the boundaries of states, Pythagorism, sacred itineraries, measurement systems, and the Holy Land.

Brill, Leiden, 2016